Über mich  

 Bei der Frage "Wer bin ich?" stosse ich schnell an Grenzen, denn alles, was mir an Antworten einfällt, beantwortet eine andere Frage (was bin ich, was habe ich, was macht mich aus etc.). Weniger philosophisch kann man es auch einfacher machen: ich bin Rolf. Punkt.

Im Kontakt mit offenen, sympathischen Menschen mag ich es, geduzt zu werden. Ja, ich bin ein Du-Mensch. Das Du verringert sofort die Distanz, schafft emotionale Nähe und eine Art Verbundenheit. In einer Zeit, in welcher "soziale Distanz" verlangt wird, was ich für einen menschlichen Totalschaden halte, schafft es das Du, doch immerhin immer noch miteinander im Kontakt zu bleiben. Die Spaltung in "pro" und "kontra" Lager ist allerdings bereits recht erfolgreich darin, auch Du-Kontakte empfindlich anzugreifen. Du kennst das Sprichwort "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte." Wer ist dieser Dritte?

Ja, ich gebe es zu, ich bin ein sehr skeptischer, zweifelnder Mensch. Ich lebe das aus durch das Sammeln von vielen verschiedenen Informationen, Wissen und eigenen Erfahrungen. Im Alter von 60 Jahren bin ich nun soweit, dass ich schon viele Zusammenhänge des Lebens erkenne. Aber längst nicht alle. In der ersten Hälfte meines Berufslebens war ich als Revisor, heute besser bekannt als Wirtschaftsprüfer, unterwegs. Die Aufdeckung von Betrugsfällen hat mich etwas mit Methoden der Kriminalistik vertraut gemacht und mich meiner Intuition näher gebracht. Heute erkenne ich recht schnell, wenn etwas nicht stimmt. Die ganze "Coronakrise" ist so ein Fall. Hier passen einfach so viele Dinge nicht zusammen.

Seit Dezember 2018 wohne und lebe ich im wunderschönen Domleschg in Graubünden. Hier hat meine Seele ein gutes Zuhause gefunden. Nachdem ich mich über viele Jahre immer wieder in Beziehungsgeschichten verloren habe, bin ich mit dem Umzug ins Bündnerland zur Erkenntnis gelangt, dass das Leben möglicherweise von mir will, dass ich für alle Menschen da bin. Seither bin ich zufrieden und ungebunden als Single unterwegs. Eigene Kinder gehören offenbar nicht zum Plan meiner aktuellen Inkarnation. Das ist für mich in Ordnung so und ich erlebe deswegen keine Mangelgefühle.

Interessiert, mich selber immer besser kennen zu lernen, ist mir vor etwas mehr als einem Jahr das "Human Design System" (HDS) zugefallen. Das hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet, vor allem aber in Bezug darauf, wer ich bin und was meine Lebensaufgabe und -bestimmung ist. Mein Leben ist dadurch anspruchsvoller geworden. Und klarer.